Arbeiten - Webseite 07.06.2022

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Arbeiten

Die Überprüfung der Verbrennungsluft rettet Leben!

In jedem Wohnbereich strömt nur eine begrenzte Menge Luft von außen nach.
Sehr oft teilen sich diese die Bewohner mit Heizgeräten wie Thermen, Konvektoren, Warmwasserbereitern, Öfen usw., welche ausreichend Luft für einen gefahrenlosen Betrieb benötigen.

DAMIT SIE IHRE FEUERSTELLEN WEITER BERUHIGT GENIESSEN KÖNNEN
Zu einem Mangel an Verbrennungsluft kann es kommen, wenn Fenster und Türen zu dicht sind, die Außenhülle des Gebäudes stark gedämmt ist und/oder luftabsaugende Geräte wie z.B. Entlüftungsventilatoren, Dunstabzugshauben oder mobile Klimageräte in der Wohnung betrieben werden.

Bei jeder Änderung, welche die Verbrennungsluftzuführung oder den Bedarf beeinflusst (z.B. neue Fenster, neue Türen, neue Dichtungen, Einbau eines Entlüftungsventilators oder einer Dunstabzugshaube...) ist unverzüglich eine neuerliche Überprüfung erforderlich. Denn die Überprüfung der ausreichenden Luftzufuhr schafft Sicherheit in Ihren eigenen vier Wänden.

LUFTVERBUNDÜBERPRÜFUNG ZUR VERMEIDUNG VON KOHLENMONOXID-UNFÄLLEN
In der Vergangenheit kam es in Wiener Haushalten immer wieder zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen mit teilweise tödlichem Ausgang. Um diese Gefahr endlich in den Griff zu bekommen, entwickelten Sachverständige in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Vereinigung für Gas und Wasser und den Wiener Rauchfangkehrern eine spezifische Methode, um die ausreichende Verbrennungsluftzuführung zu überprüfen. Seit Oktober 2012 sind nun die Wiener Rauchfangkehrer per Gesetz dazu beauftragt, im Zuge der Hauptkehrung diese Überprüfung durchzuführen. Die eindrucksvolle Bilanz seither: 75 % weniger Verunglückte durch Kohlenmonoxid-Vergiftung im Vergleich zu den Vorjahren!

WICHTIG: DER NACHWEIS VON AUSREICHEND VERBRENNUNGSLUFT
Mit 27.10.2012 trat die Gesetzesnovelle zum Wiener Feuerpolizei-, Luftreinhalte- und Klimaanlagengesetz in Kraft, in der nun – unter anderem – einmal im Jahr die Überprüfung der ausreichenden Verbrennungsluftzuführung vorgeschrieben ist. Die verschiedenen Überprüfungsmethoden sind in der ÖVGW Richtlinie GK 62 festgelegt. Die einfachste, schnellste und daher kostengünstigste Methode bei Gas-Feuerstätten ist die Ermittlung der Luftzahl. Dabei wird die Menge der einströmenden Verbrennungsluft kontrolliert.

NUR DIE REGELMÄSSIGE ÜBERPRÜFUNG GIBT SICHERHEIT
Die regelmäßige und sehr kostengünstige Überprüfung durch den Rauchfangkehrer hat sich in der Praxis auch insoweit bewährt, da immer wieder von Kunden Veränderungen am Luftverbund vorgenommen werden, z.B. durch Verkleben von Zuluft-Elementen, Abdichten von Fenstern und Türen, Montagen von elektrischen Ventilatoren im Bad und WC bzw. von Dunstabzugshauben in der Küche und Aufstellung von mobilen Klimageräten im Sommer. Seit Ende Oktober 2012 wird die Überprüfung nun in sämtlichen Wohnungen mit raumluftabhängigen Gasfeuerstätten (Bauart B11) durchgeführt. Diese Bauart ist das klassische und am weitesten verbreitete Gasgerät (atmosphärischer Brenner, ohne Überdruck) mit Strömungssicherung. Insgesamt wurden bereits hunderttausende Wohnungen überprüft. Bei 3% der Anlagen wurde ein Luftverbundmangel festgestellt, der großteils mit einfachen Mitteln (z.B. Entfernen von Tür- oder Fensterdichtungen bzw. Abklemmen von Ventilatoren) behoben werden konnte.
Durch den fachgerechten Einsatz der Wiener Rauchfangkehrer wurden viele Gasfeuerstätten, die im Sommer potentielle Kohlenmonoxid-Unfälle verursacht hätten, rechtzeitig gewartet. So wurden statistisch um 18% weniger Kohlenmonoxid-Unfälle sowie um 75% weniger Kohlenmonoxid-Verünglückte als in den vergangenen Jahren gezählt! Die jährlich zu erfolgende Luftverbundüberprüfung wird im Zuge der Hauptkehrung  durchgeführt. Bei nachträglichen Änderungen, die den Luftverbund beinträchtigen können (z. B. neue Fenster, Teppichboden) ist eine neuerliche Überprüfung notwendig.

ÜBERPRÜFUNG DER VERBRENNUNGSLUFTZUFUHR BEI ÖFEN
Auch bei Öfen, die mit festen oder flüssigen Brennstoffen (z.B. Holz, Pellets, Heizöl...) beheizt werden, muss laut dem Wiener Feuerpolizeigesetz vom öffentlich zugelassenen Rauchfangkehrer überprüft werden, ob für eine sichere Verbrennung genügend Luft zugeführt wird.

Anders als bei Gasgeräten ist die Überprüfung aufwändiger und kann daher auch etwas länger dauern. In bestimmten Fällen kann es notwendig sein, den Ofen in Betrieb zu nehmen und eine Probeheizung zu starten oder eine elektronische Messung durchzuführen! Die Überprüfung findet jeweils im Zuge der jährlichen Hauptkehrung statt. Es ist daher notwendig, genügend Zeit für den Termin der Hauptkehrung einzuplanen, wenn sich ein Ofen in Ihrer Wohnung befindet.
Hauptkehrung

Einmal jährlich findet in jedem Wohnhaus eine Hauptkehrung (=HK) bzw. Hauptüberprüfung (=HÜ) statt. Der Rauchfangkehrer überprüft hier sämtliche Feuerstätten auf ihre Funktionstüchtigkeit, auf bau- und feuerpolizeiliche Mängel bzw. ob eine ausreichende Verbrennungsluftzufuhr vorhanden ist. Zu den meist verwendeten Feuerstätten zählen u. a. Festbrennstoff-Öfen, Ölöfen, Gas-Durchlauferhitzer, Gas-Kombithermen, Gasöfen, Gaskessel und Gas-Heizthermen.
WAS SIE VOR DER ANGEKÜNDIGTEN HAUPTKEHRUNG BEACHTEN SOLLTEN

Bei der Hauptkehrung müssen sämtliche Feuerstätten samt Rauch- und Abgasrohren, sowie die Putztürchen in der Wohnung frei zugänglich sein. (Etwaige Putztürchen im Keller, als auch die Kehrtürchen am Dachboden sind das gesamte Jahr über frei zugängig zu halten und dürfen aus feuerpolizeilichen Gründen nicht verstellt sein.)Deshalb sollten Sie in Ihrer Wohnung rechtzeitig alle störenden Möbel bzw. Regale zur Seite schieben. Auch Feuerstätten, die derzeit nicht in Betrieb stehen, müssen auf ihre einwandfreie Funktion überprüft werden, damit sie jederzeit gefahrlos in Betrieb genommen werden können. Eine gewisse Staubentwicklung bei der Kehrung ist unvermeidbar. Daher empfehlen wir Ihnen, die Einmündungsstellen bei allen Feuerstätten rechtzeitig abzudichten. Sie können Ihren Rauchfangkehrer gerne vorher telefonisch kontaktieren, damit er Ihnen die notwendigen Tipps gibt, um eine Verschmutzung weitgehend zu vermeiden.  

TERMINE UND SERVICE
Die sicherheitsrelevanten Kehr- und Überprüfungstermine sind am Beginn des Jahres auf der, in Ihrem Haus zentral angeschlagenen Kehrtabelle angeführt (z.B. im Eingangsbereich im Stiegenhaus auf der Haus-Informationstafel oder besser bekannt als "schwarzes Brett" oder nahe der Postkästen, etc.), wobei der Hauptkehrungstermin mit "HK" noch zusätzlich gekennzeichnet wird.
Etwa eine Woche vor dem HK-Termin wird durch einen gesonderten Anschlag (Hauptkehrungsplakat) neuerlich auf den Termin der Rauchfangkehrerarbeiten hingewiesen, sodass die EigentümerInnen und MieterInnen den Zugang zu den Kehrstellen (Putztürchen) und zu den Feuerstätten zeitgerecht vorbereiten können, bzw. falls notwendig die Einmündungsstellen abdichten können. Bei der Hauptkehrung und der anlässlich dieser durchzuführenden Überprüfung der ausreichenden Verbrennungsluftzufuhr (z.B. bei raumluftabhängigen Gasfeuerstätten) kann es notwendig sein, dass sämtliche Räume durch den Rauchfangkehrer begangen werden müssen.
Nutzen Sie auch unser Kehrtermin-Erinnerungsservice unter www.rauchfangkehrer.wien. Wir erinnern Sie automatisch an jeden Kehr- aber auch Überprüfungstermin rechtzeitig im Vorhinein per E-Mail! Sie sollten jedenfalls an dem verlautbarten Hauptkehrungstermin unbedingt anwesend sein, bzw. sich durch eine volljährige Person vertreten lassen. Die Rauchfangkehrer sind bemüht, Ihre Zeit so kurz wie möglich in Anspruch zu nehmen. Sollten Sie den HK-Termin dennoch versäumen, so besteht in den meisten Fällen auch die Möglichkeit die Überprüfung am nächsten Kehrtermin ohne Mehrkosten nachholen zu lassen. Den nächsten Kehrtermin ersehen Sie auf der Kehrtabelle in Ihrem Haus oder auf www.rauchfangkehrer.wien/kehrtermine/kehrtermine-uebersicht.
Grundsätzlich werden diese Kehrungen und Überprüfungen durch Ihren öffentlich zugelassenen Rauchfangkehrer vormittags durchgeführt bzw. ist anlässlich des Hauptkehrtermins ein Zeitfenster angegeben. Sollten Sie den rechtzeitig verlautbarten Hauptkehrungstermin nicht wahr nehmen können und auch am Ersatztermin verhindert sein, so nehmen Sie bitte einige Tage vor dem jeweiligen Termin direkt mit dem für Ihr Haus zuständigen, öffentlich zugelassenen Rauchfangkehrer Kontakt auf um z.B. ein genaueres Zeitfenster, oder Ersatztermin zu vereinbaren. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Hauptkehrung bzw. -überprüfung an einem von Ihnen gewünschten zusätzlichen, anderem Termin durchführen zu lassen. Diese separate Bestellung ist jedoch kostenpflichtig.
ES GEHT UM IHRE SICHERHEIT

Bedenken Sie, dass die Überprüfung durch den Rauchfangkehrer zu Ihrer eigenen Sicherheit bzw. der Ihrer Mitbewohner, sowie aller in Ihrem Haus befindlichen Personen geschieht! Ihre Anwesenheit ist deshalb auch gesetzlich vorgeschrieben. Bei Nichteinhaltung ist der Rauchfangkehrer verpflichtet, die Behinderung der vorgeschriebenen Arbeiten der Magistratsabteilung 68 (Feuerwehr) zu melden. Nähere Informationen zum Thema finden Sie unter "Links" im Informationsfolder "Hauptkehrung".
Vorbeugender Brandschutz

Unter vorbeugenden Brandschutz versteht man alle Maßnahmen, durch die der Entstehung eines Schadensfeuer, der Ausbreitung eines Brandes durch Feuer oder Rauch und die Behinderung der Brandbekämpfung entweder vorgebeugt oder wirksam eingegrenzt wird. Im bauordnungsrechtlichen Sinne dient der vorbeugende Brandschutz dem Schutz von Leib und Leben, der Umwelt und der öffentlichen Sicherheit und ist als Voraussetzung für eine schnelle und wirksame Brandbekämpfung gefordert.
Der vorbeugende Brandschutz bzw. die Brandverhütung sind wahrscheinlich die wichtigsten Bereiche zur Verhinderung von Bränden und den daraus resultierenden Gefahren für Mensch, Tier und Bausubstanz. Einen Brand vor seinem Entstehen zu verhindern bzw. zumindest einzugrenzen ist das erklärte Ziel, der Erfolg jedoch kaum greif- oder messbar. Der vorbeugende Brandschutz findet sich  im alltäglichen Leben wieder. Daraus folgt, dass viele Anforderungen bzw. Vorgaben in einer Vielzahl von Gesetzen, Vorschriften und Richtlinien, wie z.B. dem Feuerpolizei-, Luftreinhalte- und Klimaanlagengesetz, der Bauordnung sowie in zahlreichen weiteren Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien definiert sind.  
Der "vorbeugende Brandschutz" gliedert sich grundsätzlich in:
  • Baulichen Brandschutz (z.B.: Bildung von Brandabschnitten und die Verwendung nur ausreichend sicherer Bauprodukte)
  • Anlagentechnischen Brandschutz (z.B.: Errichtung und der Betrieb von Brandmeldeanlagen und automatischen Löschanlagen)
  • Organisatorischen Brandschutz (z.B.: jährliche Unterweisungspflichten, gegebenenfalls Betriebsbrandschutzorganisationen unter Führung einer oder eines Brandschutzbeauftragten oder der Betriebsfeuerwehr)
Der Rauchfangkehrer hat seine Aufgabe überwiegend im vorbeugenden Brandschutz, bei den regelmäßigen Kehrungen bzw. Überprüfungen, bei der Befundung von Feuerstätten, bei der Bauabnahme, oder bei der Reinigung von Feuerstätten und Verbindungsstücken. Er überprüft bei seinen regelmäßigen Kontrollen die bestehenden Abgasanlagen, Verbindungstücke, Lüftungsanlagen oder ähnliche Verbrennungseinrichtungen, das Freibleiben von Fluchtwegen, Stiegenhäusern, Dachböden und Kellergängen von Lagerungen, die im Brandfalle eine effiziente Brandbekämpfung verhindern bzw. erschweren könnten, unter Berücksichtigung von einschlägigen Gesetzen, Verordnungen und technischen Vorschriften. Der Rauchfangkehrer trägt vor allem durch seine unabhängige/objektive fachliche Kompetenz viel zum vorbeugenden Brandschutz bei durch:
  • Erarbeitung von Vorschlägen zur Behebung von Gefahren und Funktionsstörungen
  • Objektive Beratung von Kunden in brennstoff-, feuerungs-, umwelt- und klimatechnischen Fragen (Energie- bzw. Heizberatung)
  • Brandschutztechnische Beratung
Befunderstellung

Grundsätzlich gilt: Wofür auch immer Sie Ihren Rauchfang verwenden möchten (Heizung, Entlüftung, Kabelhochführung,…), Sie benötigen vor dem Anschluss einen Befund. Denn nicht jeder Rauchfang ist für jede Art der Benützung geeignet! Nur mit einem Befund ist sichergestellt, dass Sie den Rauchfang gefahrlos benützen können.
Für jeden Neuanschluss einer Feuerstätte  (gasförmige, flüssige und feste Brennstoffe - auch Gasdekorationsfeuerstätten, offene Kamine, Pelletöfen etc.) bzw. bei jeder Änderung an Ihrer Feuerstätte, oder deren Aufstellung, wird ein positiver Befund vom zuständigen Rauchfangkehrer benötigt. (im Wiener Feuerpolizei- Luftreinhalte und Klimaanlagengesetz geregelt) Im Zuge der Befunderstellung wird festgestellt, ob Ihre gewünschte Feuerstätte mit dem vorhandenen Fang kompatibel ist und welche Auflagen für einen Anschluss und einen gefahrlosen Betrieb eventuell notwendig sind. Befunde dienen Ihrer Sicherheit. Ein Befund ist ebenso vor der Einleitung von Kabeln (z.B. Satellitenkabel) oder bei sonstiger zweckfremder Nutzung von unbenützten Fängen und/oder Lüftungen notwendig!

WOZU EINEN BEFUND BEIM AUSTAUSCH VON GASFEUERSTÄTTEN ?

Neue Feuerstätten sind im Betrieb wesentlich effizienter als alte. Die Energie (z.B. Erdgas) für Warmwasser bzw. Heizung wird bei neuen Feuerstätten besser genutzt, als bei Vorgängermodellen. Mehr Energie / Wärme bleibt in der Wohnung und entweicht nicht mit den Abgasen nach außen. D.h. höhere Effizienz bei der Verbrennung des Erdgases bewirkt letztendlich geringere Abgastemperaturen. Damit nun das Fangmauerwerk keinen Schaden durch eventuelle Kondensationen im Fang nimmt, sind oftmals Auflagen für den ordnungsgemäßen Betrieb der Feuerstätten zu erfüllen.

VORBEFUND

Der Vorbefund gibt Ihnen Gewissheit, dass die Feuerstätte tatsächlich (oder unter bestimmten Auflagen) zu Ihrem Fang passt. Dadurch werden nachträgliche Abänderungen, die bei Nichtvereinbarkeit von Fang - Feuerstätte vorgenommen werden müssten, vermieden und entscheidend Kosten gespart. Vor dem Tausch oder Neuanschluss einer Feuerstätte ist ein Vorbefund erstellen zu lassen! Gegenstand der Überprüfung sind u. a.:
  • der bauliche Zustand des Fanges
  • Zulassungen von Fangsystem & Feuerstätte
  • Eignung des Fanges für geplanten Brennstoffeinsatz und geplanter Feuerstättentype
  • Feuerstättenaufstellung und -anschluss (z.B. Brandschutz, Abgasführung)
  • Ausreichende Verbrennungsluftzuführung
  • Notwendige Reinigungsöffnungen und deren Überprüfbarkeit;
Dieser Vorbefund ist dem Installateur bzw. dem Hafnermeister vor der Montage zu übermitteln, damit diese bei der Aufstellung der Feuerstätte eventuell vorhandene Auflagen einhalten können.

ENDBEFUND

Nach Fertigstellung der Anlage überprüft Ihr Rauchfangkehrer die ordnungsgemäße Aufstellung der Feuerstätte, die Einhaltung der Auflagen aus dem Vorbefund und garantiert Ihnen damit, dass Sie Ihre Feuerstätte gefahrlos betreiben können. Bei raumluftabhängigen Gasfeuerstätten (z.B.: Kombithermen, Heizkessel, Durchlaufwasserheizer, Gasraumheizöfen, …) benötigen Sie zusätzlich einen Nachweis der ausreichenden Zufuhr von Verbrennungsluft, der ebenfalls von ihrem Rauchfangkehrer erstellt wird. Diesen Nachweis sowie den Endbefund verlangt das Gasversorgungsunternehmen „Wiener Netze GmbH“ für die endgültige Freigabe der Gaszufuhr. Bei Gasfeuerstätten, deren Abgase mittels Gebläse abgeführt werden (z.B. Brennwertfeuerstätten), ist der Einzug eines feuchtigkeitsunempfindlichen Überdruckfanges (aus Kunststoff oder Edelstahl) erforderlich. Der Einbau dieses Überdruckfanges erfordert im Zuge des Endbefundes eine sogenannte Leckratenmessung (Überdruckdichteprüfung).  Dabei wird der Rauchfang mit einem elektronischen Messgerät  auf Überdruckdichtheit überprüft. Ein Nachweis für ausreichende Verbrennungsluft ist bei diesen Gasfeuerstätten nicht erforderlich, denn diese Geräte gelten als „eigensicher“, das heißt, das Gasgerät schaltet bei Unterdruck im Aufstellungsraum ab. Tipp: Beim Endbefund muss ein vom Installateur ausgefülltes Anlagendatenblatt (Anlage 1 Wr.Heizungs- und Klimaanlagengesetz 2015) und bei Anlagen über 20kW Nennheizleistung ein Prüfbericht über die Kesseldimensionierung (Anlage 3 Wr.Heizungs- und Klimaanlagengesetz 2015) aufliegen. Diese müssen bei der Feuerstätte aufbewahrt werden.

NEUINSTALLATION ODER TAUSCH EINER AUSSENWANDKOMBITHERME

Grundsätzlich sind die Abgase durch eine Abgasanlage über Dach abzuführen. Die Neuinstallation einer Außenwandtherme ist nur dann zulässig, wenn eine solche Abgasabführung nicht möglich ist. Dies ist von Ihrem Rauchfangkehrer vor Beginn der Arbeiten schriftlich festzuhalten. Nach Neuinstallation oder dem Tausch einer Außenwandkombitherme müssen Sie einen Endbefund für das Gasversorgungsunternehmen „Wiener Netze GmbH“ erstellen lassen! Mittels einer sogenannten „Ringspaltmessung“ wird der Sauerstoffgehalt im zuluftführenden Teil der Abgasleitung („Ringspalt“) gemessen und damit die Dichte des abgasführenden Teiles sichergestellt.

ANSCHLUSS VON ENTLÜFTUNGEN / LÜFTUNGSBEFUND

Bei Verwendung eines Rauchfanges als thermische oder mechanische Abluftführung ist ein Lüftungsbefund  zu erstellen. Hier werden der Zustand des Fanges und seine Eignung als Abluftfang ermittelt. Ein abschließendes schriftliches Gutachten enthält wesentliche Auflagen und dient als Grundlage für die erforderliche Umwidmung bei der Baubehörde (MA 37).
DURCHLEITUNG VON KABELN / ANTENNENBEFUND (Z. B. SATELLITENKABEL)
Für die Verwendung eines Fanges als Kabelschacht sind ebenso zunächst der Zustand und die Eignung des Fanges zu prüfen. Ein abschließendes schriftliches Gutachten enthält wesentliche Auflagen und dient als Grundlage für die erforderliche Umwidmung bei der Baubehörde (MA 37).
Freie Fluchtwege und Dachböden

Freie Fluchtwege
Bei einem Notfall steht Ihre Sicherheit und die Ihrer Mitbewohner an oberster Stelle. Das schnelle und geordnete Verlassen eines Gebäudes und der ungehinderte, schnelle Zugang für die Rettungskräfte kann lebensrettend sein. Daher sorgen Ihre Wiener Rauchfangkehrer durch regelmäßige Überprüfungen dafür, dass die Fluchtwege in Ihrem Gebäude frei und leicht erreichbar sind.
Gefährliche Gegenstände
Alle privaten Gegenstände, die Fluchtwege einengen oder während eines Notfalls leicht umfallen sowie selbst Feuer fangen können, mu?ssen laut dem Wiener Feuerpolizeigesetz entfernt werden. Diese dürfen sich auch nicht im Nahbereich von Abgas- und Feuerungsanlagen befinden. Besitzer von widerrechtlich abgestellten Gegenständen haften für entstehende Schäden.
Der Warnhinweis
Wenn Sie diesen Warnhinweis auf von Ihnen abgestellten Gegenständen vorfinden, wurden diese von Ihren Rauchfangkehrern als Hindernisse erkannt. Im Fall einer Gefahr behindern sie Ihre sichere Evakuierung oder sind selbst eine Gefahrenquelle. Auf dem Hinweis ist auch eine Frist vermerkt, bis wann Sie die Gegenstände
beseitigen sollten. Wir empfehlen Ihnen darauf zu achten. Es dient Ihrer eigenen Sicherheit!
Sichere Dachböden
Dachböden sind immer wieder Schauplätze von Bränden, die auch auf benachbarte Häuser übergreifen können. Im Zuge von Löscharbeiten werden auch häufig nicht betroffene Wohnungen beschädigt. Daher sind die Vorschriften für die Lagerung von Gegenständen auf Dachböden sehr streng. Die Aufgabe der Wiener Rauchfangkehrer ist es Ihr Wohnhaus möglichst sicher zu halten. Darum wird die Einhaltung der vorgeschriebenen Auflagen für Dachböden regelmäßig überprüft.
Freier Zugang
Ihre Rauchfangkehrer und im Notfall auch die Rettungskräfte benötigen einen freien Zugang zu Dachböden und Abgasanlagen. So dürfen gelagerte Gegenstände nicht mehr als ein Viertel der gesamten Nutzfläche einnehmen. Abgas- und Abluftanlagen, Luftleitungsanlagen und Dachbodenfenster sind unbedingt freizuhalten.
Fluchtwege - Die wichtigsten Fakten

Was sind Fluchtwege?
Alle Flure, Treppen und Ausgänge ins Freie, über die Menschen bei Gefahr bauliche Anlagen verlassen und sich in Sicherheit bringen können.
Warum müssen Fluchtwege frei bleiben?
Freie Fluchtwege ermöglichen die schnelle und sichere Evakuierung aller Bewohner. Sie müssen frei von allen Gegenständen sein, die das ungehinderte Verlassen eines Gebäudes erschweren oder selbst eine Gefahrenquelle darstellen.
Welche Gegenstände müssen entfernt werden?
Schuhschränke, Schuhe, größere Pflanzentöpfe, Kinderwägen oder Fahrräder, Altpapiertonnen, Sammelkisten für Werbung. Auch alle anderen Gegenstände, die im Notfall umfallen können und die Fluchtwege behindern,
einengen oder selbst brandgefährdet sind, müssen entfernt werden.
Dachböden - Die wichtigsten Fakten

Was darf nicht gelagert werden?
Zündschlagfähige, leicht entzündbare und schwer löschbare Gegenstände dürfen nicht auf Dachböden gelagert werden.
Zündschlagfähige Gegenstände:
Schießpulver, Munition, Pyrotechnik (Feuerwerkskörper, Knallfrösche, Kracher)
Leicht entzündbare Gegenstände:
Brennbare Flüssigkeiten, Flüssiggase, Polystyrol-Hartschaum ohne Flammschutz, Kartons, loses Papier und Textilien, dünne Holzplatten.
Schwer löschbare Gegenstände:
Polstermöbel, Matratzen, Metallspäne, Gummiprodukte (z.B. Fahrzeugreifen), Holzabfälle, gepresste Papier- oder Heuballen sowie Textilien.
Professionell und seriös

Ihre Sicherheit
Damit Sie und alle Personen in Ihrem Haushalt bei Gefahr Ihr Wohnhaus schnell und sicher verlassen können, beraten wir Sie bei allen Sicherheitsfragen und Vorkehrungen, die Sie treffen können.
Abgasmessung

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Luftreinhaltung wird im Wiener Heizungs- und Klimaanlagengesetz 2015 festgeschrieben, das die Überprüfung von Feuerstätten regelt.
Die Abgasmessung gibt objektiv Auskunft über den Zustand Ihrer Feuerstätte, ob diese Energie- und kostensparend bzw. umweltschonend eingestellt ist.
Gut gewartete Feuerstätten können bis zu 10% weniger Energie verbrauchen und produzieren auch weniger Schadstoffe. Damit wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch den Benutzern der Feuerstätten Geld erspart.
Mit dieser Überprüfung sind befugte Messorgane (u. a. Ihr Rauchfangkehrer) betraut worden. Die Ergebnisse dieser Überprüfung sind in einem Befund festzuhalten, der  auf Verlangen der Behörde vorzulegen ist.

WELCHE FEUERSTÄTTEN SIND PRÜFPFLICHTIG?
Alle Feuerstätten (ausgenommen reine Raumheizer) z.B. Durchlauferhitzer, Heizthermen, Heizkessel,…
WELCHE PRÜFFRISTEN GIBT ES?
Im Intervall von  4 Jahren sind
  • Gasfeuerstätten unter 26 kW zu überprüfen.
Im Intervall von  2 Jahren sind
  • Gasfeuerstätten von 26 kW bis unter 50 kW
  • Ölheizungen und Festbrennstoffheizungen unter 50 kW zu überprüfen
Jährlich sind sämtliche Feuerstätten ab 50 kW Nennwärmeleistung zu überprüfen.
WAS WIRD ÜBERPRÜFT?
Die Mengen der chemischen Bestandteile des Abgases werden bestimmt (CO, CO2, NOx, Abgasverlust). Diese dürfen die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte nicht überschreiten.
WIE WIRD ÜBERPRÜFT?
Im Abgasrohr wird eine Messöffnung hergestellt. Ein Teil des Abgases wird in ein elektronisches Messgerät gesaugt und analysiert. Die Messwerte werden schriftlich in einem Befund (Messprotokoll) festgehalten und das Prüforgan nimmt die Beurteilung vor. Die Messöffnung wird anschließend wieder betriebssicher verschlossen.
Prüfbefund und Plakette?
Sie erhalten nach der Abgasmessung  einen Prüfbefund und bei einem positiven Ergebnis eine Prüfplakette, die am Gerät angebracht wird. Bei Überschreitung eines der Grenzwerte ist ein Fachunternehmen mit der Behebung des eventuellen Mangels zu beauftragen. (ACHTUNG: Die Abgasmessung gibt nur Auskunft über den aktuellen Zustand Ihrer Feuerstätte und ersetzt nicht die jährlich empfohlene Wartung und Reinigung Ihrer Feuerstätte durch ein Fachunternehmen!) Das Vorhandensein einer gültigen Prüfplakette wird von Ihrem Rauchfangkehrer im Zuge der jährlichen Hauptkehrung bzw. Hauptüberprüfung überprüft.

WER DARF ÜBERPRÜFEN?
Nur Firmen, die vom Magistrat der Stadt Wien eine Prüfnummer erhalten haben und deren Prüforgane die entsprechende Prüfungen und Weiterbildungen absolviert haben.

WARUM SOLLTE DER RAUCHFANGKEHRER DIE ÜBERPRÜFUNG DURCHFÜHREN?
Die Überprüfung dient Ihrer Sicherheit und der Sicherheit aller anderen im Haus befindlichen Personen! Ihr öffentlich zugelassener Rauchfangkehrer ist bestelltes Überprüfungsorgan, kennt die Gegebenheiten vor Ort, ist durch seine Position ein neutrales Messorgan und berät Sie gerne objektiv in allen Energiefragen.

WAS KOSTET DIE ÜBERPRÜFUNG?
Die Kosten der Überprüfung sind durch eine Verordnung der Wiener Landesregierung geregelt (laut Entgeltverordnung).
Bankverbindung : Volksbank Niederösterreich, IBAN : AT 98 4715 0329 2091 0000, BIC : VBOEATWWNOM
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